Klartext!

KLARTEXT!

Vorurteile und Irrtümer gegenüber Rollihunden halten sich hartnäckig. Mit den wichtigsten möchte ich hier aufräumen.

Der Hund braucht keinen Rolli, der wird sonst faul!
FALSCH

Der Mensch neigt dazu im Rolli etwas faul zu werden. Das fängt an mit der Sitzhaltung und geht dann weiter in der Wegstrecke. Im Gegensatz zum Menschen kann der Hund aber in seinem Rolli nicht faul werden. Der Hunderolli ist so konzipiert, daß das behinderte Körperteil, z. B. das Gesäß bei querschnittgelähmten Hunden gestützt wird. Die Hinterläufe kann der Hund, sofern er sie benutzen kann aber optimal einsetzen. Dadurch trainiert der Hund die Motorik in den Hinterläufen und kommt wieder ans laufen. Das gilt nich nur für gelähmte Hunde. Auch Hunde, die durch einen Hirnschaden Ataxien haben lernen mit Hilfe des Rollis wieder richtig laufen. Der Rolli stützt sie, sodass sie sich darauf konzentrieren können, eine Pfote vor die andere zusetzen. Ganz davon abgesehen, daß er mit dem Rolli große Strecken zurück legen kann! Und das braucht er. Hunde sind Läufer. Die wollen sich bewegen, die wollen Strecke machen. Außerdem fördert die Bewegung die Verdauung. Gelähmte Hunde, die jeden Tag im Rolli Gassi gehen können brauchen weder Abführmittel noch Spezialfutter. Die Verdauung kommt durch die Bewegung in Schwung.

Der braucht keinen Rolli, der soll ja laufen lernen!
FALSCH
Wie bereits erwähnt unterstützt der Hunderolli die Physiotherapie. Die Motorik, die er in der Physio erarbeitet hat, kann er mit dem Rolli üben. Außerdem muß man realistisch bleiben. Ein Hund mit einer hohen Querschnittlähmung wird nicht mehr laufen. Punkt. Das klingt hart, dessen muss man sich aber bewusst werden.

Ein Welpe braucht doch keinen Rolli!
FALSCH

Ein gehbehinderter Welpe benötigt unbedingt einen Rolli. Hunde sind soziale Tiere. Sie brauchenden Kontakt zu anderen Hunden. Gerade im Welpenalter. Welpen brauchen unbedingt Kontakt zu anderen Hunden. Sie müssen das Sozialverhalten, die Regeln und Grenzen im Umgang mit anderen Hunden kennenlernen. Nur so können sie ein glückliches und zufrieden es Leben führen. Zum Glück wächst der Walkin' Wheels Rolli mit. Er eignet sich also optimal für die kleinen Racker.

Der quält sich im Rolli!
FALSCH

Ein richtig angepasster Hunderolli darf den Hund nicht stören. Der Rolli muß jede Bewegung mitmachen. Gelähmte Hunde bewegen den Rolli nicht nur mit ihren Vorderläufen. Wenn man genau hin sieht, merkt man, daß der Hund seinen ganzen Körper dazu einsetzt. Er benutzt jeden Muskel, den er noch hat. Bei den tiefgelähmten Hunden wird häufig die Rücken-und Bauchmuskulatur beansprucht, hochgelähmte Hunde schieben häufig mit der Hüfte an. Der Schub kommt also von hinten, die Vorderläufe nehmen den Schwung auf und steuern den Rolli. Der Rolli muss also so angepasst sein, daß er diese Bewegung zu läßt. Angefangen bei der Rahmenform, der Rahmengröße, der Radgröße bis hin zum richtigen Brustgeschirr.

Der Hund gehört eingeschläfert!
FALSCH

Es gibt keinen Grund, einen lebenslustigen Hund zu ermorden. Auch Hunde im Rolli haben Spaß am Leben. Sie toben genauso wie nichtbehinderte Hunde, man kann mit ihnen Ausflüge machen und Sport betreiben.
Ja, bei einem gelähmten Hund muß man sich um die Körperpflege kümmern. Aber bei einem Kleinkind muß man auch Windeln wechseln. Dauert ca. 10 Sekunden. Für mich als körperbehinderten Menschen mit einem mittelkleinen Hund kein Problem.
Ja, ein gelähmter Hund braucht erst Mal Physiotherapie. Das ist natürlich eine Umstellung für jeden, bei dem der Hund nur nebenbei gelaufen ist. In einer Ehe verspricht man "In guten wie in schlechten Zeiten." Daher denke ich, daß man doch für sein Familienmitglied Hund abends 20 Minuten erübrigen kann um mit ihm ein paar Übungen machen.
Ein klassischer Spruch ist auch: "Was Du leistet, das könnte ich nicht." Doch, könntest du. Der Umgang mit einem behinderten Hund ist keine Hexerei. Mit einem vernünftig angepasstem Rolli kann Hund alles tun, was nichtbehinderte Hunde auch tun. Es gibt keinen Grund ihnen dies zu verwehren.

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